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Schloss Lednice
Schlossgewächshaus
Aquarium Malawi
Minarett
Johannesburg

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Touristische Ziele in der Umgebung

Das wunderschöne Schloss in Lednice ist nur ein Bruchteil davon, was die Liechtensteiner auf der Fläche von fast 300 km² schufen. Das mächtige und berühmte Geschlecht hatte genug Mittel, um sich im Paradies einquartieren zu können. Und wenn ihnen etwas nicht hundertprozentig perfekt erschien, dann nutzten sie ihren Einfluss, ihre Bekannschaften und vor allem ihr Geld, um es zu verbessern. Heutzutage haben die Liechtensteiner ihren Sitz in Liechtenstein, in einem kleinen Staat zwischen der Schweiz und Österreich. Das Paradies ihrer Vorfahren gehört jetzt der ganzen Menschheit (das können wir wörtlich nehmen, es ist seit dem Jahre 1996 in der Weltkultur- und -naturerbeliste UNESCO eingetragen). 

Als Wohnsitz wählten die Herren Valtice. Heutzutage ist das malerische Städtchen im Süden Mährens fast an der tschechisch-österreichischen Gränze vor allem dank seines hervorragenden Weins bekannt. Nicht umsonst kann es auf den Titel „die Weinhauptstadt“ stolz sein. Viele Besucher beenden hier ihre Wanderung durch das Gebiet Lednice-Valtice. Nachdem Sie sich ausgeruht haben, können Sie weiter die Schönheiten der Umgebung auf dem Fahrrad erkunden – in der Nähe der Stadt gibt es viele Radwege. 

Der Ausgangspunkt für die Wanderungen im Lednicer-Valticer Gebiet ist Bøeclav mit einem alten Schloss (leider nicht für die Öffentlichkeit zugänglich) und einer modernen Kirche. In der Nähe davon steht auf der Stelle eines ehemaligen großmährischen Dorfes das Schlösschen Pohansko.

Wenn Sie Ausflüge in die Natur bevorzugen, machen Sie sich auf den Weg nach Pálava. Das Kalkgebirge heißt richtig geologisch Pavlovs Hügel. Sie werden von vielen touristischen Wegen gekreuzt und außer viele kostbare Blumen sichten Sie sicherlich ein paar mitteralterliche Ruinen. Eine angenehme Atmosphäre hat auch das nahe Mikulov. Die Stadt ist dank ihrer vielen Sehenswürdigkeiten (das Schloss, die Synagoge, die Dietrichsteiner Gruft, die Ziegenburg oder die Gebäude auf dem Heiligen Hügel) ein viel gesuchtes touristisches Ziel. Viele Reisende fahren auch wegen den gemütlichen Weinstuben und Weinkellern her. 
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Valtice


Frauen, Wein, Gesang. Es würde hier auch Li Pov, Villon und Verlain gefallen. Probieren Sie das Getränk der blutroten Farbe, des süßlichen Geschmacks und sauren Aromas. Oder bevorzugen Sie eher den trockenen Weißwein? So oder so – Sie werden tanzen, singen und sich (fast) unanständig bis zum Morgen benehmen. Übertreiben Sie das aber nicht; sich am nächsten Tag an die Valticer Schönheiten nicht zu erinnern wäre wirklich Schade! ;)

„Lebe wohl Valtice, weinreiches Land!“ schrieb einmal der bekannte tschechische Dichter Bezruè. Vielleicht gerade wegen dem Wein verließ er ab und zu sein geliebtes Schlesien und reiste in den Lednicer-Valticer Areal, um sich statt der Überlegungen über sozial schwächere dem Zauber der Romantik und süßen Vorstellungen über das Adelleben zu widmen.

Heutzutage kann Valtice auf die ofizielle Bezeichnung „die Weinhauptstadt“ stolz sein. Im Dorfkataster gibt es so viele Weinberge, dass sie achthundert Fußballplätze bedecken würden. Hier befindet sich die Fachmittelschule für Winzer – die einzige in der Tschechischen Republik.  Trinker (genauso wie Feinschmecker) aus der breiten Umgebung können sich an der Exposition des Salons des Weins der Tschechischen Republik und des Schlosskellers ergötzen. Die Ausstellungen erfreuen jede Körperzelle.

Wenn man sich auf den Weg nach Valtice in der richtigen Zeit begibt, kann man außer dem Besuch der zahlreichen privaten Weinkeller einen der Sommelierkurse besuchen. Passen Sie auf eine  gehobene Äußerung und einen richtig eingenommenen Ausdruck auf – wenn man das schafft, kann man außer dem guten Gefühl auch ein Diplom erwerben. Diejenigen, die Trauben in jeder Form mögen, sollten zur Weinlese kommen, wo (außer anderem) der Heurige fließt. Rosinen bekommen Sie im naheligenden Lebensmittelgeschäft.

Der Weinbau in der Valticer Gegend ist keine Neuheit. Als sich Bezruè seine Beobachtung auf ein Stück Papier notierte, gab es die großen Weinbergfelder schon über zweitausend Jahre. Die Urmenschen fanden an den malerischen und (vor allem) fruchtbaren Tälern an der Thaya schon im Neolit Gefallen – das bezeugen die Funde der Steininstrumente. Die Weinrebe bauten hier schon die Kelten und Römer an, damit die herziehenden Slawen köstliche, sanftige Trauben ohne Anstrengung gewannen. Da würden wir ihnen aber Unrecht tun; die Weinherstellung braucht Pflege, Geschick und eine feine Zunge. Die hatten zweifellos auch die Liechtensteiner, die sich hier niederließen und ein wunderschönes Barockschloss mit ausgedehntem Park bauten. Dank dem Park wird hier auch ein geschworener Abstinent zufrieden sein. Jan II. von Liechtenstein veranstalltete im Jahre 1858 in der Reitschule des Schlosses die erste Weinausstellung. Man verkostete den Wein aus zweitausend Flaschen und allen fehlte nur das eine – die Möglichkeit etwas mit nach Hause zu nehmen. Der Markt verlangte das seine. Um die Jahrhunderthälfte später wurde der erste Valticer Weinmarkt eröffnet. Die Tradition erlosch nicht, im Frühling können Sie zur Kostprobe kommen.
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Parkareal Lednice - Valtice


Der Parkareal Lednice - Valtice befindet sich zwischen Valtice und Lednice, ist von den Hügeln Pálavas und den Plattenhäusern des modernen Bøeclavs umgeben, im Norden wird es von Feldern eingesäumt und im Süden von der tschechisch-österreichischen Grenze abgeschlossen.

Die Liechtensteiner lebten in Valtice. Sie bauten hier ein wunderschönes Barockschloss mit einem prachtvollen Vorhof und ausgedehntem Park – kein durchschnittlicher Einheimischer könnte es lebenlang (nicht einmal mit Hypothek) bezahlen.

Die Liechtensteiner waren überhaupt nicht durchschnittlich. Vielleicht war es ihnen im Sommer  in den hundert Räumen zu eng, dass sie etwa 10 km von hier einen Sommersitz bauen ließen. Das Schloss in Lednice ist eine ziemlich ansehnliche „Erholungshütte“, dazu wird sie von einem beneidenswerten Garten umgeben. Er ist nicht nur groß, sondern auch mit etlichen kleineren Schlösschen und Bauten geschmückt.

Falls Sie hier alles sehen wollen, was die Liechtensteiner im Laufe des 18. und 19. Jahrhunders gebaut haben, rechnen Sie damit, dass Ihnen ein Tag nicht reichen wird. Außer den Schlössern in Lednice und Valtice sind die Innenräume von Rendez-vous – ein romantischer Bau, der an den Triumphbogen erinnert. Jan I., ein Feldherr aus den Napoleonischen Kriegen, ließ ihn bauen. Nicht weniger schön ist die Johannesburg – eine künstliche Ruine, wo lustige und laute Jagdfestmahle stattfanden. Zum Braten dienten hier acht Feuerstätten!
Wenn Sie den „Garten Europas“ von oben sehen wollen, gehen Sie hoch auf das Minarett oder die Kolonnade na Reistnì. In die Höhe ragt auch der Obelisk, den man zur Besichtigung sehr empfehlen kann.

In der Nähe von Lednice steht das Jägerschlösschen. Es handelt sich um ein Jägerhaus, aus dessen Fenstern früher junge Damen ihre Zukünftigen während der Jagd beobachteten. Wenn man sich das klassizistische Gebäude anschaut, ist es nicht schwer sich die schlanken Frauen, in ein Korsett geschnürt, ganz stolz auf ihren tapferen Jüngling, der auf einem schnellen Ross eine Hirschkuh herjagte, vorzustellen. Auch das Teichschlösschen und der Apollonsdom sind genauso romantisch. Sie spiegeln sich auf der Teichwasseroberfläche wieder, in eine Gras- oder Schneedecke gehüllt.
Das Belveder, Die Drei Grazientempel, das Aquädukt, der Wasserturm… hören wir mit der Aufzählung der Schönheiten auf und besuchen sie lieber.
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Bøeclav


Bøeclav ist eine moderne Stadt, die eher jungen Paaren als alternden Historikern gefällt. Das ist etwas seltsam, da Bøeclav mit einer langen und farbigen Geschichte umwoben ist. Eine Siedlung in der Nähe stand hier schon in der Zeit des Größmährischen Reiches und um ein paar hundert Jahre später entstand dort ein Schloss. Früher ein schönes Gebäude verwandelte es sich bis jetzt in eine verkommene Ruine, die man nicht besuchen kann.

Auf dem Platz ragt die Kirche des hl. Wenzels in die Höhe – ein moderner Bau, der leidenschaftliche Liebhaber der historischen Architektur zweifeln lässt. Dafür bildet die Kirche der Heimsuchung der Jungfrau Maria mit ihrem Park eine Perle in der pulsierenden Stadt.

Die attraktivste Sehenswürdigkeit von Bøeclav ist Pohansko einen Katzensprung entfernt im Süden. Dies begriffen die Menschen schon vor tausend Jahren. Sie bauten hier eine Burgstätte, bis heute blieb jedoch nur ein Wall erhalten. Auf dem steht seit dem Jahre 1811 ein Jägerempireschlösschen, eines von den Chalets des Parkareals Lednice-Valtice. Auch hier zeigten die Liechtensteiner ihren feinen Geschmack. Die Innenräume des Schlosses Pohansko nutzte das Stadtmuseum Bøeclav zur Errichtung der Dauerausstellung über das Slawische Denkmal (Slovanský památník). Wenn Sie herkommen, können Sie etwas über die Urgeschichte der archäologischen Lokalität Pohansko und über die Arbeiten, die hier aus dem Grund „etwas Altes und Wertvolles auszugraben“ durchgeführt wurden, erfahren. 
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CHKO (das Naturschutzgebiet) Pálava


„Das von der Sonne verbrannte Land“ – so ist die allgemein gewohnte Bezeichnung, erklärt die Volksetymologie. Manche behaupten, dass es hier wie am Schwarzen Meer aussieht. Goldene Wiesen, trockenes Gras, hie und da ein blaues Blümchen, eine Schwertlilie oder eine lilarote Blütenhülle einer Nelke.  

Die Hügel von Pavlov waren einmal ein großes Meer. Von Krustentieren blieben hier zahlreiche Schalen, die im Laufe der Zeit ein Kalksteingebirge bildeten. Es ist nicht höher als 550 m über dem Meeresspiegel, aber mit kostbaren Alpinblumen bewachsen, historischen Ruinen umgeben und jährlich von zehntausend Touristen besucht. Für sie gibt es hier viele markierte Wanderwege, Restaurants und Hotels zum Beispiel auch in Mikulov und Pavlov. Schöne Täler, von rundlichen Hügeln umgeben und durch Felsen geschützt, lockten schon die Urmenschen in ihre Armen. Hier wurde die mollige Venus gefunden, die Herrn Štorch berühmt machte und die heutzutage genauso unter Schutz bewaffneter Polizisten transportiert wird, wie Goldbarren. Das archäologische Museum in Dolní Vìstonice, wo sie gefunden wurde, besitzt sie aber leider nicht.

Der meistbesuchte Teil des Naturschutzgebietes Pálava ist der am höchsten gelegene und der schönste: Dìvín. Außer diesen -sten hat er auch die wertvollste Blume Tschechiens, die nur in dieser Region zu finden ist.

Außerdem ist hier eine Kostbarkeit sehr vorherrschend – die Mädchenburgen (Dívèí hrady), Dìvièky genannt. Der ehemalige Wohnsitz wurde im Laufe der Jahrhunderte in eine romantische Ruine verändert. Im Jahre 2006 feierte sie ihren siebenhundertvierundachtzigsten Geburtstag, deshalb dürfen wir uns nicht wundern, dass sie von vielen Gerüchten und Legenden umwoben ist. Wenn Sie sich für die Suche nach dem Pálavas-Schatz entscheiden, zögern Sie nicht und graben Sie hier um Mitternacht. Wer weiß, was erscheint oder was Sie entdecken – auf jeden Fall sollte man es auf einem Foto festhalten ;) Vielleicht zeigt Ihnen den richtigen Platz die Weiße Frau oder eins von den wiederbelebten versteinerten Mädchen vor der Burg. Tagsüber sehen sie wie Felsblöcke aus, aber wenn sich der heutige Tag mit dem morgigen und der gestrige mit dem heutigen treffen... 
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Mikulov


Wenn eine mährische Stadt durch ihre Schönheit, ihren Farbenreichtum und Gastfreundschaft mit Valtice konkurrieren kann, dann ist es Mikulov. Vielleicht deshalb, weil es hier mehrere Weinkeller, Weinstuben, Mostereien usw. gibt. Die Atmosphäre der Weinlese in Mikulov ist unglaublich: einmal hörte ich da eine Mutter (und sie sah sehr anständig und elegant aus), wie sie zu ihrer ungefähr zehnjährigen Tochter sprach: „OK, ausnahmsweise darfst du heute den Wein probieren.“


Mikulov ist (ohne zu übertreiben) der Schmuck ganz Südmährens. Schon von weitem macht es sich durch die Silhouette des majestätischen Barockschlosses, den Heiligen Berg (Svatý kopeèek) und den Ziegenhügel (Kozí vršek) bemerkbar. Falls wir den Heiligen Berg als „Friedensstifter“ bezeichnen, können wir den Ziegenhügel als „Friedenshalter“ annehmen. Oder eher er war es einmal. Seit je stand hier ein Geschützturm, wo man den Feind schon von weit her sehen konnte. Heutzutage wird er von Touristen genutzt. Der Heilige Berg erinnert ein bisschen an einen kahlen Greis mit einer kleinen Mütze. „Die Mütze“ bilden ein paar Gebäude des Kreuzweges, der Glockenturm und vor allem die schöne Kirche des Hl. Sebastians.

Dass Mikulov schön ist, bezeugen seit jeher das hiesige Schloss, oder eher seine „Vorfahren“. Ursprünglich stand hier eine romanische Burg, die später im Renaissancestil in ein Schloss umgebaut wurde. Die ganze Schönheit wurde im Jahre 1718 vom Feuer verschlungen, deshalb musste man sie wieder neu aufbauen – und das Ergebnis bildet eine monströse Schöpfung. Mikulov hält Schritt mit der Zeit und deshalb können hier auch moderne Künstler ihre verrückten Ideen präsentieren. Unter den Burgmauern stoßen Sie ab und zu auf eine hölzerne, metallene (usw.) Zerrkugel oder einen -kubus (usw.). In manche ritzten Vandalne so etwas wie: “Richtig schön!“ ein. Und um ganz ehrlich zu sein, war ich nicht die einzige, die über diese Formulierung verständlicherweise ironisch lächelte.

Wenn wir jetzt mit der Aufzählung der Sehenswürdigkeiten in Mikulov aufhören würden, wäre es ungerecht. Bis jetzt wurden die Dietrichsteiner Gruft, die Synangoge, der Rosengarten, die Kirche des hl. Wenzels, … nicht genannt. Trotzdem bleibe ich nun dem Leser gegenüber gemein und höre auf weiter zu erzählen. Ich empfehle lieber, selbst hinzufahren und sich alles anzuschauen (Cicero sagte doch auch, dass nichts über der Erfahrung steht).
Greifvögelshow
Schifffahrt
Kutschfahrt
Merk- und Denkwürdiges
Touristische Ziele in der Umgebung
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Touristische Informationen
Akce
Hotel My Hotel
Preis ab: 39.0 € Person/Nacht
Hotel Garni 1.PLAVEBNÍ
Preis ab: 33.8 € Person/Nacht
Pension Zámeèek La Veneria
Preis ab: 24.5 € Person/Nacht
Hotel Apollon
Preis ab: 28.0 € Person/Nacht
Wissen Sie…

Wissen Sie, dass die Johannes Burg in Lednice nicht im Laufe der Zeit verkommen ist, aber als eine Ruine schon gebaut wurde? Im 18. und 19. Jahrhundert gab den Geschmackston die Romantik an und jeder zweite Edelmann sehnte sich nach einer schönen „Ruine“. Die Liechtensteiner, die Besitzer des Ledniceherrengutes, waren keine Ausnahme.