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Schloss Lednice
Schlossgewächshaus
Aquarium Malawi
Minarett
Johannesburg

  Öffnungszeiten:

April und Oktober:
9:00 - 17:00 (nur Sa, So), werktags nur nach Vereinbarung
September
 9:00 - 17:00 (täglich außer Mo)
Mai - August
 9:00 - 18:00 (täglich außer Mo)

 


 Eintritt:
 I. Besichtigungsrunde
  (Erdgeschoss - Representationssäle)
Erwachsene: 150,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren: 100,- Kè
Familie: 400,- Kè
Besichtigung auf DE, EN: Zuschlag 50,- Kè pro Person.
 
Schloss II. Besichtigungsrunde
 (1. Stock - Fürstenapartements)
Erwachsene: 150,- Kè
Kinder, Studenten, Senioren: 100,- Kè
Familie: 400,- Kè
Besichtigung auf DE, EN: Zuschlag 50,- Kè pro Person.
 
Schloss III. Besichtigungsrunde
(2. Stock – Bildergalerie )
Erwachsene 50,- Kè; Kinder, Studenten, Senioren 30,- Kè.
 
 Kontakt:
Státní zámek Lednice
Zámek 1
691 44 Lednice

Tel: +420 519 340 128
Fax: +420 519 340 210 

e-mail: lednice@brno.npu.cz
správa parku: lednice.park@brno.npu.cz
 

Schloss Lednice


Falls Sie die Liechtensteiner schon beim Spazieren im Garten um ihr Gut beneiden, empfehlen wir nicht das Schloss selbst zu betreten. Lednice ist ein majestätischer, prachtvoller Sitz – genau der, den man sich unter den Wörtern: „Hinter neun Bergen und neun Wäldern stand einmal ein wunderschönes Schloss...“ vorstellen würde. Das, was Sie während der Führung sehen, gehört oft nicht zu der ursprünglichen Ausstattung. Laut historischen Unterlagen „entspricht es nicht dem ursprünglichen Glanz“. Wie es denn früher ausgesehen hat, das kann sich wahrscheinlich niemand vorstellen.

Den Herren von Liechtenstein ging es im Schloss Lednice nicht schlecht. Majestätische Parterreräume dienten als Repräsentationssäle, hierher wurden Gäste und Freunde eingeladen. Der erste Stock wurde zum Wohnen eingerichtet – heutzutage führt hier die zweite Besichtigungsrunde hin, in die Fürstenappartements. Der zweite Stock, in dem früher die Kinder ihr Königreich hatten, dient jetzt als Bildergalerie.

Die Lednicer Umgebung gefiel den Menschen schon seit eh und je; die ersten Bauer lebten hier schon vor viertausend Jahren. Als das Geld als Zahlungsmittel aufkam und damit auch die Möglichkeit, seinen Reichtum zu zeigen, wuchs anstelle der ursprünglichen Feste ein Schloss empor, oder eher eine Landvilla. Dies war zwar schon im 17. Jahrhundert, aber es scheint, dass die Besitzer mit den hiesigen Urmenschen sympatisierten: im Schlosspark ließen sie eine Kunsttropfsteinhöhle erbauen. Einige Tropfsteine machten sie aus Stukkaturgips selber, manche wurden im Mährischen Karst abgebrochen. Ende des 17. Jahrhunderts wurde nach dem Entwurf des Architekten J. B. Fischer von Erlach die Reitschule erbaut – heutzutage das erhaltenste Schlossgebäude.

Ursprünglich gehörte das Gut dem Geschlecht von Sirotek, welches es aber bald verlor. Die Liechtensteiner bereicherten sich am beschlagnahmten Besitz der Herren, die auf dem Altstädter Ring nach der Schlacht auf dem Weißen Berg hingerichtet wurden. Der Reichtum vermehrte sich, und weil sie den Besitz sehr gut bewirtschafteten, gewannen sie bald die nötigen Mittel, um mit dem Bau des Unikats, das heutzutage die ganze Welt „erbt“, anzufangen  (seit dem Jahre 1996 ist Lednice als ein Bestandteil des Parkareals Lednice – Valtice in die UNESCO – Liste des Weltkultur- und -naturerbes eingetragen). Die Französische Revolution machte den reichen Adelsgeschlechtern einen Strich durch die Rechnung. Die erschrockene Aristokratie flüchtete sich in süße Träume über die einstmalige Macht und dies zeigt sich in der Architektur. Die Häuser der Adelsgeschlechter wurden so gebaut, dass sie wie aus dem Mittelalter stammend aussahen. Diese Bemühungen kann man bei allen Bauten des „Garten Europas“ sehen. Das Lednicer Schloss erhielt seine heutige Form in den Jahren 1846 bis 1858. Es ist in dem damals modernen englischen (d.h. windsorischen) Gotikstil erbaut.

Während der Schlossbesichtigung werden Sie kaum glauben, dass Sie einen Sommersitz bewundern. Wirklich, dieses monströse Märchengebäude diente dem Adel als eine „Hütte“. Sie fuhren hierher schon im Frühling, aber im Herbst kehrten sie in ihren Festsitz in Valtice zurück. Trotzdem ließen sie hier Heizung, luxuriöse Bäder, Schlafzimmer, Speise- und Tanzsäle erbauen. Die Liechtensteiner hatten eine Vorliebe für Kunstsammlungen und wo es möglich war, stellten sie ihre Trophäen von den Reisen nach Afrika und Asien aus. Aus dem Minarett machten sie einen „Speicher“ für Gegenstände aus dem Orient, das schönste trohnte in den Glasvitrinen des afrikanischen und chinesischen Zimmers.

Ein großer Teil der Innenaustattung litt am Ende des 2. Weltkrieges und durch den Eingriff der kommunistischen Verstaatlichung. Die Liechtensteiner nahmen alles, was sie konnten, schon im Jahre 1943 mit. Die schönsten Porträts, wertvolle Möbel, Schmuckschatullen und Verzierungen landeten so im fernen Liechtenstein. Zu unserer Freude lohnte es sich für die Herren nicht, die massiven Möbel wegzuschleppen, die Treppen auszuschneiden oder die Tapeten wegzureißen. So können wir heutzutage in der Bibliothek die wunderschönen Treppen, die aus einem Stück Holz geschnitzt sind, bewundern sowie die ursprünglichen chinesischen Tapeten mit Blumen- und Vogelmotiven sowie Bilder Chinesen, die die Wände des chinesischen Kabinetts schmücken.

Die Herrschaft, die das Schloss nach der neugotischen Rekonstruktion bewohnte, lebte unter ungewöhnlichen Bedingungen. Sie schliefen in historischen hölzernen Betten, tafelten aus zeitgemäßem Zinn und waren von Kunstwerken umgeben, deren Preis nicht nur die Qualität sondern auch deren Alter bezeugten. Trotzdem war ihr Leben in dieser Zeit modern, was die Fürstenbäder bezeugen. Den Edeldamen und Prinzen dienten Marmorbadewannen, Toiletten und Tische mit Waschgarnituren. Im Erdgeschoss können Sie ursprüngliche Handtücher und Parfümflakons sehen. Und falls der Herrschaft etwas nicht passte, musste sie nur klatschen – die Leibdienerschaft wohnte gleich um die Ecke und stand vierundzwanzig Stunden täglich zur Verfügung.

Falls Ihr Lebenstraum eine Paradevilla mit Garten ist, falls Sie ein problemloses Leben voll mit Spaziergängen durch die Natur und appetitlichen Festmählern führen wollen oder falls Sie sich nach mehr Freizeit sehnen und Dienerschaft benötigen – fahren Sie nicht nach Lednice, Sie werden vor Neid verrückt!

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Touristische Informationen
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Preis ab: 28.0 € Person/Nacht
Wissen Sie…

Wissen Sie, dass das Minarett am Schloss Lednice Josef Hardmuth – der Bleistifterfinder entworfen hat? Gerade er gründete die Bleistiftfabrik, die später nach Budweis umsiedelte und die Grundlage für die weltbekannte Gesellschaft Koh-i-noor bildete.